Habt ihr den Film The Game Changers auf Netflix schon gesehen? Wird grad überall total gehypt. Es geht im Wesentlichen um die Schädlichkeit tierischer Proteine respektive wie Leistungssportler besser performen, wenn sie sich rein pflanzenbasiert ernähren. Für viele ist (wäre) der Film grossartig – insbesondere für all diejenigen, die hormon- und medikamentenverseuchtes Fleisch aus Billigschlachthöfen konsumieren. Auch aus ökologischer und ethischer Sicht bin ich voll dabei, nur müsste man sich dann wenn schon konsequent vegan ernähren!

Kaum jemand weiss heute noch, was eigentlich gesund sein soll – von Keto/Paläo zu Vegan/Vegetarisch zu Rohkost oder doch eher nach ayurvedischen Prinzipien?

Die Sache ist die: Sobald du anfängst dir Gedanken über das Essen zu machen und radikal eine Richtung einschlägst – ganz egal welche, dann verändert sich dein Körper und oftmals auch deine Energie ganz schnell. Weil du verbesserst ja etwas.

Leistungssportler wie diejenigen im Film bringen ihre Körper permanent ans Limit. D.h. sie alle hatten wahrscheinlich chronische Entzündungsherde – dies kombiniert mit hohem Fleischkonsum ist natürlich eine Katastrophe. Und dann kommt noch der amerikanische Fleischstandard hinzu …. jesses. Klar geht es ihnen heute massiv besser.

Nun sind es Hochleistungssportler, sprich die meisten von ihnen ernähren sich nicht nur pflanzenbasiert, sondern höchstwahrscheinlich auch low carb – also möglichst zuckerfrei. Das ist natürlich sehr erfreulich. Otto normal hat aber nicht so hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit seines Körpers und wenn Otto sich pflanzenbasiert ernährt, dann wird er statt Fleisch noch mehr Pasta/Pizza & Co. reinhauen – und das ist dann total verheerend für die Gesundheit. Weil der Zucker aus all den ehemaligen Beilagen, die nun als Hauptgerichte verschlungen werden nicht nur für Sportler Gift ist, sondern eben auch für Otto.

Also was darf man denn überhaupt noch essen? Das ist halt wirklich sehr individuell. Bist du Sportler oder leidest du an einer Autoimmunkrankheit wie Hashimoto oder Diabetes oder bist du jung und total gesund oder bist du schon etwas älter und angeschlagen? Es gibt nicht DIE Ernährung für alle es gibt nur DIE ERNÄHRUNG FÜR DICH.

Wenn du in deiner Ernährung etwas ändern willst, dann fängst du irgendwo an und damit startest du einen Prozess.

Phase 1: wow es tut sich was – wow, es gibt so vieles das ich nicht gewusst habe – wow cool

Phase 2: Du hast dich daran gewöhnt, du fühlst dich zwar gut, aber so gut nun auch wieder nicht. Nie mehr PizzaPasta&Co? Nie mehr Fleisch? Nie mehr Schoggichuechä? Nun ist grausame Willenskraft gefragt.

Phase 3: A) du schaffst es nicht und gibst auf  B) du bleibst dran, weil du total body obsessed bist  C) du bleibst dran und gleichzeitig probierst du weiter aus. Du fängst an zu experimentieren: ist es das Fleisch? sind es die Milchprodukte? ist es Gluten? oder der Zucker?etc. Du spürst deinen Körper immer besser und weisst bald einmal genau, was dir gut tut und was nicht

Phase 4: Die As sind frustriert und suchen sich schon bald eine neue Ernährungsform. Die Bs bleiben unter Umständen recht lange dabei, weil sie glücklich und zufrieden damit sind wie ihr Körper aussieht – längerfristig werden sie aber irgendwann einbrechen, weil es zu anstrengend ist und sich Mangelerscheinungen bemerkbar machen.
Die Cs hingegen wissen nicht nur was ihnen gut tut, sie beginnen es zu lieben. Es ist kein Aufwand und kein Verzicht mehr, sondern plötzlich ist es die pure Lust das zu essen, was ihnen gut tut. Und das nennt man dann intuitives essen oder unconscious competence –und dann kannst du auch hie und da etwas essen was dir vielleicht nicht so gut tut, wenn du Lust darauf hast. Weil du dich ja ansonsten total gesund und für dich richtig ernährst.

Und je länger es geht, desto mehr vergeht dir die Lust auf alles, was eben nicht DEINER ERNÄHRUNG entspricht. Und dann bist du angekommen und das würde ich dann als gesunde Ernährung betrachten.