Knochenbrühe – klingt nicht sexy, scheint aber ein wahrer Zaubertrank zu sein. Nachdem sowohl Rezepte wie auch das neue Label Bone Brox auf dem Netz seit längerem gehypt werden, habe ich endlich den Test auf „sichtbare Wirkung“ machen können. Also mein 17-jähriger Sportlersohn seit Wochen am rumkränkeln, von einem Turnier zum nächsten und einfach nie in voller Energie macht total schlapp „es fühlt sich an, als hätte mich ein Truck überfahren“, ausserdem schmerzt das Handgelenk wieder … ähm, ja blöd – was nun? Die Gelegenheit, um Knochenbrühe auszuprobieren! Zum selber machen reicht die Zeit nicht (eine gute Brühe sollte mindestens 18 Stunden kochen), also schnell bei Bens Ketoshop eine Bestellung aufgeben. Das indianische Sprichwort scheint sich zu bewahrheiten, nach knapp zwei Tagen steht er von den Toten auf ;)) und fühlt sich schon ganz gut. Langsam steigt er wieder in den Alltag ein, immer noch voll auf Knochenbrühe – das zweite Ziel ist nämlich, nun zu schauen ob sich mit der Knochenbrühe auch die überlasteten Sehnen wieder regenerieren.

KNOCHENBRÜHE:

  • wirkt heilend und regenerierend
  • hilft die Darmschleimhaut aufbauen
  • stärkt das Immunsystem
  • schützt Gelenke, Sehnen und Bänder
  • sorgt für Feuchtigkeit und Elastizität der Haut
  • unterstützt den Stoffwechsel
  • und vieles Gute mehr!

Das lange Garen der Brühe bewirkt, dass die Knochen und Bänder heilende Verbindungen wie Kollagen, Prolin, Glycin und Glutamin, Chondroitinsulfat und Glucosamin freisetzen. Im Gegensatz zum Muskelfleisch sind diese Stoffe in viel höherer Konzentration im Knochen enthalten. Kalzium, Magnesium, Phosphor und viele andere Mineralstoffe der Brühe werden vom Körper leicht aufgenommen und ja, es hat auch einiges an Vitaminen wie Vit.A/C/E/B1,2,3,6 .

Chondroitinsulfat und Glucosamin hilft bei Entzündungen und Schmerzen in den Gelenken und das Kollagen unterstützt nicht nur die Knorpelbildung, es ist auch förderlich für unsere Haut, da es die Produktion von Elastin massgeblich unterstützt. Das Glycin im Kollagen trägt zum Muskelaufbau mit, indem es Glukose in nutzbare Energie umwandelt und: es verlangsamt quasi den Knorpel- und Muskelabbau, indem es die körpereigene Verwendung von Antioxidantien verbessert. Ein ganz grosses Thema ist ja Leaky Gut – auch hierbei soll die Brühe massgeblich helfen, indem sie verschiedene Aminosäuren, das Kollagen und die Gelatine die durchlässige Darmschleimhaut wieder repariert.

Es gibt noch unzählige heilende, unterstützende, förderliche Komponenten der Knochenbrühe – kein Wunder, hat sich die Brühe über Generationen und verschiedenste Traditionen hinweg erhalten können. Die Herstellung von Knochenbrühe wäre zwar rein theoretisch einfach, aber will man diese tatsächlich regelmässig geniessen, so ist der Aufwand nicht zu unterschätzen. Es braucht eine riesige Pfanne und ein vertrauenswürdiger Lieferant für das Fleisch. Da man die Brühe möglichst lange kochen sollte 18 bis 36 Stunden(!), verwendet man am besten  einen Slow Cooker, der fasst zwar 6.5 Liter, aber mit Knochen und Gemüse drin ist er dann eben trotzdem grad voll – also da bin ich jetzt noch etwas ratlos, wie man das für vier Leute am besten selbst macht …??